Luxor Tempel Widder
Luxor Tempel Relief
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Die Tempelanlage von Luxor in Ägypten

Das antike Opet-Fest

Pharaonen Skulptur, Luxor Tempel
Pharaonen Skulptur, Luxor Tempel


Das antike Opet-Fest


Das Opet-Fest zählte zu den wichtigsten Festen des Landes und war dem steigenden Wasserstand des Nils gewidmet. Man sagt, dass das Opet-Fest von der Pharaonin Hatschepsut gestiftet worden sei. Die Feierlichkeit wurde selbstverständlich unter Einbeziehung der Göttertriade Amun, dessen Gemahlin und Kriegsgöttin Mut und dem gemeinsamen Sohn, dem Mondgott Chons, begangen.


Der Höhepunkt des 27 Tage dauernden Opet-Festes war die Prozession von der Tempelstadt Karnak in den Luxor-Tempel, wobei die Gottheiten jeweils in einer eigenen Barke getragen wurden. In der vierten Barke saß der Pharao selbst. Begleitet von Priestern, Opfertieren und der Königsfamilie brach die Gesellschaft Richtung Luxor auf. Zur Unterhaltung wurde die Prozessionsgesellschaft von Musikern und Tänzern begleitet, die schon während der anderen Tage des Opet-Festes ihre Künste darboten. Wahrscheinlich um die Sicherheit zu gewährleisten, ließ man den Zug auch von Soldaten begleiten.


An den verschiedenen Stationstempeln wurde Rast gemacht, das bedeutete, dass die Barken in den Stationstempeln abgestellt wurden.
Am Eingang des Luxor-Tempels mußte das Volk allerdings warten, weil es bei der Zeremonie, die vermutlich zur Verjüngung des Königs und der Götter bestimmt war, nicht zugegen sein durfte.


Die Barken der Göttin Mut und des Gottes Chons wurden in ihre Kapellen hinter dem Säulengang getragen.
Die Barke des Amun transportierte man in das Allerheiligste, wo er sich mit der Mutter des Herrschers verband, so dass die Regentenmutter erneut die Lebenskraft (Ka) gebären konnte. Dann betrat der Pharao das Sanktuar und verband sich seinerseits mit dem Ka, damit er weiter über göttliche Kraft verfügte.


Nach Vollzug des Rituals ging das Opet-Fest weiter und die Priester trugen die Barken zum Nil hinab. Auf dem Wasserweg wurden die vier Barken nach Karnak zurückgebracht, wo sie ein weiteres Jahr unter dem Schutz der Götter regierten.

Heute noch findet einmal im Jahr das Moulid-Fest von Abu al Haggag, dem die Moschee im Großen Säulenhof gewidmet ist, statt. Dann sieht man geschmückte Festwagen und Tänzerinnen und hört Musiker spielen. Die ganze Stadt ist auf den Beinen. Als Höhepunkt der Schausteller dürfte aber das große Boot, das durch die Straße gezogen wird, gelten. Ist das ein Hauch Erinnerung an das Opet-Fest der Pharaonen?




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